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Mittwoch, 1. März 2017

Hier kam die ❤ Erleuchtung!



Hier kam die ❤ Erleuchtung!

Medizin-Soziologie-Forschungsteam, Uni Köln: Ich hatte eine eigene Gruppe (Thema: Stress), deren Einstellungs- und Verhaltensweisen ich studieren konnte.

Ich erkannte: Die einen leben „krankmachend“, die anderen „gesunderhaltend“.

Was macht den Unterschied?

Die gesund waren und sich weitgehend gesunderhaltend verhielten, nahmen sich regelmässig Zeit, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Da, wo es notwendig war, nahmen sie Korrekturen vor. Einmal erkannt, dass sie auf dem richtigen Weg waren, konnten sie die kleinen Veränderungen geschickt in ihr Leben integrieren. Diese Menschen strahlten Sicherheit und Zufriedenheit aus.

Damals war es nicht so einfach, das eigene Leben selbst zu reflektieren. Zum Psychologen oder Psychotherapeuten ging „man“ nicht. Also mussten Freunde und Bekannte helfen. Leicht war das nicht.

Leichter wurde es, als Coaching "gang und gäbe" wurde, Coach und Coaching in aller Munde war.

Aber: Was machen die da im Coaching genau?

Was ist Grund, Anlass, Ursache, zu einem Coach zu gehen? Ich werde das immer wieder gefragt und so beschreibe ich einfach mal (anonymisiert), wie das bei mir und meinen Coachees abgelaufen ist:

Oft gibt es ein Thema, mit dem die Menschen zu mir kommen. Meistens ist das so: es gibt ein Unbehagen, ein Problem, ein Handicap, das sie gern behoben hätten. Oft sind dies Beziehungen, privat wie beruflich, die aus den Fugen geraten sind. Oder auch: im Job gibt es Veränderungen, die einem ganz und gar nicht schmecken – und die man/frau gerne in eine gewünschte Richtung entwickeln würde – wenn man nur wüsste: wie? Und manchmal fragt man/frau sich: war das schon alles? Oder ist irgendwie noch mehr für mich drin? (Bei der letzten Frage: Fast immer: JA!)

Schauen wir uns einmal diese Situationen an:

❤ Mut
Ein Mitarbeiter in der Personalabteilung wollte einfach „noch mehr aus sich machen“. Aber er meinte: „Es fehlt mir der Mut dazu.“ Wir haben dann gemeinsam nach seinen Lebensspruch  gesucht und ihn gefunden. Wir haben an Themen gearbeitet, die ihn stabilisiert haben. Schliesslich hatten wir Erfolg. Er meinte zum Abschluss: „Mein neuer Lebensspruch hat mir das Glück gebracht!“ Was meinte er mit „Glück“? Er sagte: „Innen: Zufriedenheit. Aussen: Doppelsprung zum PE-Chef und dann zum Personalchef.“

❤ Wunder dauern nicht länger
Sie kam wegen ihrer Karriere. Aber bald hatten wir noch ein weiteres Thema: Ihr Vater kam ins Krankenhaus. Und schon bald stellte sich heraus, dass sein Leben zu Ende ging. Ich hörte, dass der Vater  die Beerdigungs-Rede geschrieben hatte  – während wir beide, mein Coachee und ich, noch überlegten, ob und wie man ihm helfen könnte. Eigentlich eine ziemlich naive Vorstellung von mir, nachdem die Ärzte den nahen Tod prognostiziert hatten. Aber ich hatte da so eine Intuition: Nein. Das ist noch nicht das Ende. Und so besprach ich mit ihr, was ich mir dachte: Eine Heilpraktikerin, die in London Geistheilung studiert hatte, um Rat zu fragen. Nein, ich wurde nicht ausgelacht. Sie hatte schon ähnliche Gedanken. Und so nahm sie Kontakt auf mit Stephanie Merges-Wimmer http://www.merges-wimmer.de/
Und dann gab es weitere Gespräche. Und dann wurde der Sarg abbestellt und der Vater wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Alle freuten sich.

❤ Der verlorene Enkel
Ich coachte ihn auf einer Reise. An diesem Tag schien er sehr verzweifelt. Eine Entscheidung stand an. Und er schien wie blockiert. Ich hatte dann die Idee mit dem „Gespräch auf Stühlen“. Aber wie sollte ich diese eher spirituelle Übung einem Manager klar machen, der vor allem in Bilanzen zu Hause ist? Ich sagte ganz offen, dass es Hilfe gibt – wenn er sich neuen Methoden öffnen kann. Spontan sagte er: Ja! Und so sprach er dieses „Gespräch auf Stühlen“ mit seinem Grossvater, der bereits viele Jahre tot war. Und der für ihn hier so etwas wie die letzte Rettung zu sein schien. Ich musste gar nichts mehr sagen. Ich hörte nur zu. Und nach einigen Minuten sass dieser Bilderbuch-Manager da und weinte. Weinte vor Erleichterung und Freude. Er hatte die Lösung. Aber, was ihm noch wichtiger war: Er hatte seinen Grossvater „zurück“.

❤ Schäferin
Ich traf sie in Süddeutschland. Sie war Schäferin. Das war der Traum ihres Lebens. Aber inzwischen hatte sie den Traum so ziemlich ausgeträumt und sehnte sich oft zurück. Nach einem Leben mit einer richtigen Wohnung: mit einem richtigen Bett, fliessendem Wasser und einer Herdstelle, die man einfach durch einen Knopfdreh anstellen konnte. Und so machten wir einen Plan für den Ausstieg aus dem Ausstieg. Und als sie wusste, wie die einzelnen Schritte dafür aussahen, wurde sie schon ruhiger – und fand eine richtige Wohnung nicht mehr so erstrebenswert. Wichtig war: Sie konnte jetzt selbst entscheiden, welchen Weg sie in der Zukunft wählen würde. Und war dadurch befreit von dem „einmal Schäferin – immer Schäferin“, der auch in der Umwandlung „einmal Schuster – immer Schuster“ für den einen oder anderen zutreffend sein könnte.

❤ Pressesprecherin
Sie war Teilnehmerin in meinem Seminar. Und sie fiel mir gleich auf: Sie war irgendwie so ganz anders. Was dies war, erkannte ich als wir die Potenzialanalysen durchführten. Sie hatte wirklich das Computersystem „gesprengt“ – ein so hoher kreativer Wert wurde zuvor im Forschungsinstitut noch nie gemessen. Nach dem ersten Schock kam die Freude: „Ich war immer der Meinung: Ich muss malen. Aber mein Vater, der Professor, fand mich nicht gut genug. Nun sehe ich: Ich habe das Potenzial. Jetzt brauche ich nur noch den Mut, nach New York zu gehen.“ Aber das war dann relativ einfach. Monate später bekam ich eine Karte aus New York: Bin soeben hier eingezogen!

Das Schöne an diesen Coachings ist: Jeder war mit  seinem Ergebnis zufrieden. Egal, ob Krisenplan für eine Schäferin, Heiratsplan für einen DAX-Manager (Es hat geklappt! Ich war auf seiner Hochzeit!), Dornröschen-Drehbuch, Friedensplan für eine Pariser Designerin oder die Visionserfüllung für einen Personaler.

Zufriedenheit ist nicht nur gut für die Gesundheit. Zufriedenheit erhellt auch das Gemüt.
                                                                                                                       

Ich denke: Jeder Mensch hat ein natürliches Recht auf Zufriedenheit. ❤

Mein Tag-Nacht-Buch by Lilli Cremer-Altgeld lillicremeraltgeld@t-online.de

Donnerstag, 19. Januar 2017

Wie wäre unser Leben, wenn es die Erinnyen nicht gäbe? Oder: Wie wäre es, wenn wir denken: Ich kann Dinge bewegen, die ich für unbeweglich gehalten habe!




Haben alle Menschen die Erinnyen?

Erinnyen? Wir kennen sie aus Dantes „Die Göttliche Komödie“, als Furien (bei Orest) aus Goethes „Iphigenie auf Tauris“, aus Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“.

Die Erinnyen bei den Griechen - bei den Römern sind es die Furien  –  sind in der griechischen Mythologie drei Rachegöttinnen.

Es sind unsere Gewissensbisse.

Da beisst sich „etwas“ in unser Gewissen. Und stört. Stört uns. Unser Leben und unsere Liebe.

Wie wäre es, wenn wir das nicht weiter hinnehmen würden?

Wie wäre es, wenn wir uns zum Ziel machen würden: Ich werde mich davon befreien!

O Ich werde aufhören zu glauben, dass die Eltern sich nur meinetwegen scheiden liessen.
O Ich werde aufhören zu glauben, dass ich Schuld bin, dass die Umwelt verschmutzt ist, weil ich als Kind immer die Bonbonpapiere achtlos auf die Strasse geworfen habe.
O Ich werde aufhören zu glauben, dass ich ein gewissenloser Mensch bin, nur weil ich nicht jede Woche drei Mal joggen gegangen bin.

Wie wär es, wenn ich mir vornehmen würde, mich nicht mehr beissen zu lassen?

Nicht von Erinnyen. Und auch nicht von Furien. Und auch nicht von anderen?

Wie wäre es, wenn es mir gelingen würde zu glauben: Ich kann Dinge bewegen, die ich für unbeweglich halte?  Wie wäre es, wenn ich nicht jedes Urteil für unumstösslich halten würde? Vielleicht nicht jedes Urteil – aber das eine oder andere? Wenn ich mehr meiner inneren Gewissheit als fremden Menschen trauen würde?

Wie etwa X, die hörte, dass die Ärztin sagte: Ihr Vater wird jeden Moment sterben. Und die dann aktiv wurde und ihre Heilpraktikerin einschaltete. Ihr Vater lebte noch 7 Jahre. Es war MEIN VATER!

Oder Y, die von Ärzten hörte, dass sie die Nacht vielleicht nicht überleben würde – und 2 Tage später zu einer kleinen Weltreise aufgebrochen ist. Mit Freundinnen hatte sie die ganze Nacht gebetet. Und wurde wieder gesund. Ich war eine der Freundinnen.

Oder Z, die sich für so dumm und ungeschickt hielt, dass sie versuchte, sich das Leben zu nehmen. Und nur wie durch ein Wunder gerettet werden konnte. Und bei der dann später Hochbegabung festgestellt – und ein Talent nach dem anderen entdeckt wurde. Sie wurde meine Mitarbeiterin.

Wie wäre es, wenn da jemand sagen würde: Erinnyen? Zieht Euch warm an! Ich komme!

Mein Tag-Nacht-Buch by Lilli Cremer-Altgeld lillicremeraltgeld@t-online.de

Mittwoch, 18. Januar 2017

Wie mich Holz glücklich machte



Wie mich Holz glücklich macht? Was ist das für eine Aussage? Eine über Brennholz in einer kalten Nacht?

Nein.

Es war anders.

Ganz anders.

Wir sassen zusammen.

Wir redeten.

Über dieses und jenes.

Über Menschen.

Über Musik.

Über Menschen, die Musik machen.

Und dann stand der Hausherr auf. Zeigte sein verschmitztes Lächeln. Deutete in Gestik und Mimik einen Höhepunkt an – und verschwand. Um bald zurück zu kehren. Mit ihr. Die er in seinen Armen trug. Lächelnd. Wie ein stolzer Besitzer. Aber auch zärtlich.

Ich spürte, dass ich aufgeregt wurde.

Wollen Sie sie mal halten?

Und bevor ich antworten konnte, lag sie in meinen Armen: die Stradivari. Vielleicht 300 Jahre alt. Und sicher ein paar Millionen Euro schwer.

Ich vergass zu atmen.

Ich war glücklich.

Ich war einfach nur unfassbar glücklich.


Manchmal denke ich daran zurück. Und ich denke, wie blitzschnell und atemberaubend Glück sein kann.


Mein Tag-Nacht-Buch by Lilli Cremer-Altgeld lillicremeraltgeld@t-online.de

Freitag, 13. Januar 2017

Erich Fromm und die Liebe als Antwort



"Wenn es - wie ich aufzuzeigen versuchte - wahr ist, daß die Liebe die einzig befriedigende Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz ist, dann muß jede Gesellschaft, die die Entwicklung der Liebe ausschließt, letzten Endes an ihrem Widerspruch zu den grundlegenden Notwendigkeiten der menschlichen Natur zugrunde gehen." 

Erich Fromm: "Die Kunst des Liebens", Frankfurt/M (u.a.) 1956. S. 170.


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Samstag, 7. Januar 2017

„Niemand ist eine Insel ..."



Wollen wir dieses „Niemand ist eine Insel“  Johannes Mario Simmel überlassen? Und Honor Arundel mit seinem Werk „Kein Mensch ist eine Insel“? Und Ernest Hemingway mit „Wem die Stunde schlägt“. Wie wäre es, wenn wir nach dem Ursprung forschen? So wie es in diesem Fall Dieter Hildebrandt 1975 getan hat.
               
Nach dem Ursprung forschen? Gewiss, es ist mühsam. Gewiss, wir haben nicht immer die Zeit. Gewiss, wir haben nicht immer die Lust. Aber hin und wieder ist es vielleicht möglich. Und dann werden wir belohnt. Mit einem Genuss der besonderen Güte.

„Niemand ist eine Insel, in sich ganz; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Festlandes. Wenn eine Scholle ins Meer gespült wird, wird Europa weniger, genauso als wenn’s eine Landzunge wäre, oder ein Landgut deines Freundes oder dein eigenes. Jedes Menschen Tod ist mein Verlust, denn ich bin Teil der Menschheit; und darum verlange nie zu wissen, wem die Stunde schlägt; sie schlägt dir selbst.“

John Donne, Meditation XVII
1572 – 1631, London, Vereinigtes Königreich


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Samstag, 31. Dezember 2016

Wohin wird die Reise geh’n in 2017?




Da es ein alter Aberglaube ist, daß man das ganze Jahr hindurch tun wird, was man Silvester tut, so eröffnen sich für uns freundliche und wahrhaft erfrischende Perspektiven. Prosit Neujahr!


Kurt Tucholsky


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Freitag, 30. Dezember 2016

Der Bär, der fliegen kann




Dieser seltene und von Aussterben bedrohte Falter namens Brauner Bär sitzt unbeirrt auf meinem Schuh. Schreibt Saskia-Marjanna Schulz. Und macht dieses Foto: Brauner Bär, Österreich am 03.08.2016.



Ich las die Headline in meinem Posteingangsordner „Brauner Bär“. Und dachte: brauner Bär? Sind nicht alle Bären braun? Na, ja. Bis auf die quitschgrünen, tomatenroten oder sonnengelben Teddybären?

Mit Bären kenne ich mich nicht so gut aus. Jedenfalls nicht so wie mit anderen Themen. Wie mit Politik, Geschichte oder auch Literaturgeschichte. Deutscher Literaturgeschichte.

Die Interessen sind in unserer Familie gut verteilt. Mein Bruder ist für Sport zuständig. Mein Cousin für Kunst. Und meine Cousine für Biologie. Brauner Bär fiel also in ihre Abteilung. Dachte ich.

Gleichwohl freute ich mich auf ein Bärenfoto. Vom braunen Bären.
Die Überraschung war gross: Ein Schmetterling? Ein Schmetterling?  Ein Schmetterling, der „Brauner Bär“ heisst? Das ist ja so als würde München jetzt „Paris“ oder „Venedig“ heissen. Oder ein Flugzeug „Kaffeetasse“.

Nothing is impossible.

Ich dachte an Filme, in denen der Mann fremd geht und von seiner Ehefrau überrascht wird. Der Standard-Satz heisst dann: Liebling, es ist nicht so wie es aussieht (Doch. Es ist dann doch so wie es aussieht. Meistens).

Ich dachte auch an Ufos. Da werden unbekannte „Flugobjekte“ am Himmel gesichtet. Das sollen dann „Aliens auf Weltreise“ sein? Und dann heisst es: Es ist nicht das, wonach es aussieht.

Wir erinnern uns: „Sheldon Cooper: Es ist nicht das, wonach es aussieht.“

Gut, dachte ich: Sei mal offen für Überraschungen!

Kein Bär, der Dich fressen will.
Kein Bär zum Knuddeln.

Dafür: Ein Bär, der Vertrauen zeigt.
Und so schön sein kann, dass die Designer von Prada & Co. ihre wahre Freude hätten.

Danke, Saskia-Marjanna Schulz.
Und danke, kleiner Brauner Bär.
Gute Reise!


Lilli Cremer-Altgeld


Mein Tag-Nacht-Buch by Lilli Cremer-Altgeld lillicremeraltgeld@t-online.de

Sonntag, 25. Dezember 2016

André Leyens: Les grandes retrouvailles - Une histoire de Noël




Foto: Saskia-Marjanna Schulz


Comme chaque année les lettres de l'alphabet se retrouvaient pour leur grande fête de famille pour passer les jours de Noël ensemble.

Ces retrouvailles étaient devenues traditionnelles et chacun s'efforçait donc de se montrer dans son plus beau appareil à l'occasion. Pour cette année le président avait invité dans un châlet en montagne.

Le président, c'était "A". "A" s'était fait élire au début de l'année. Selon lui, c'était la moindre des choses que ce soit lui, la première lettre dans la liste des 26, qui préside au groupe.

Beaucoup d'entre eux avaient voulu voir "Z" sur le poste. Ils estimaient le temps venu pour un air frais dans la hierarchie... et qui avait-il là de mieux que de proposer la dernière lettre? Mais "A" avait mené une campagne impitoyable avec son équipe, les voyelles, et finalement fait la course.

Depuis son entrée en fonction "A", devenu depuis lors arrogant et avide d'hommage dans toutes ses activités, avait mené le groupe de main dure. Son comportement n'avait certainement pas contribué à sa popularité.

C'était surtout "I" qui avait dû souffrir sous le joug de ses injures et des ses outrages. Il n'était donc guère surprenant que "I" n'éprouve pas la moindre envie de participer à cette fête de famille. Bien contraire il aurait tout donné pour pouvoir passer ce jour ailleurs.

Mais grâce à la patience et la persuation de "P", mais surtout grâce aux encouragements de "E" et "Z", "I" avait finalement donné son accord.

Mais son malaise persistait ... car les animosités de "A" le touchaient beaucoup et souvent. Évidemment, il était très maigrichon. Ayant peu de musculature il n'avait par conséquent guère la force pour porter des charges lourdes, comme le faisaient aisément "D" et surtout "F" avec des bras comme des tentacules. Mais ce qui le blessait avant tout, c'était le fait que pour la plupart du temps personne ne  le remarquait, avec son apparition filigrane. Le point qu'il portait parfois au dessus de son chapeau n'arrangeait rien non plus.

Mais promis reste promis, et voilà donc que "I" s'était mis en route pour retrouver les autres, non sans être rongé par de grands doutes de soi-même.

"A" avait fixé la place du marché comme point de rencontre, au milieu d'un petit village pittoresque dans les Alpes Suisses. C'est de là qu'ils voulaient entamer la longue et épuisante escalade vers le châlet. Vu le temps nécessaire pour y arriver, il avait été convenu de prendre rendez-vous dès midi.

"I" n'était pas le premier sur place. La grosse "B" était déjà là en compagnie de son mari "D", non moins obèse. Leurs enfants "O" et "Q", d'apparence plutôt "peinture Rubens", se disputaient comme d'habitude pour des bagatelles. Il est vrai que "O" n'avait pas vraiment besoin d'une raison pour une dispute avec son frère, vu son caractère lunatique.

Non loin d'eux on pouvait voir "R", un personnage très réservé, en train de s'entretenir avec "M" et "N", tous deux réputés pour leur capacité harmonisante et fédératrice. "T" les rejoignait à l'instant, impressionnant avec ses larges épaules qui faisaient bien honneur à son nom.

Peu à peu le reste du groupe arrivait. Comme toujours la plupart ne prêtait même pas attention à "I" qui s'était retiré sous un arbre qui s'élançait vers le ciel au milieu de la place du marché. En été il offrait sans doute une ombre agréable, mais maintenant en hiver, il ne ressemblait qu'à une carcasse déplumée.

Comme on pouvait s'y attendre "A" apparut en dernier, juste à temps à l'heure convenue. Il va de soi qu'il était tout-á-fait conscient de l'effet qu'il provoquait par son apparition. Il ressemblait à un paon dans son accoutrement multicolore, du dernier cri naturellement. "E", avec son allure hautaine, le suivait dans des habits qui ne se faisaient guère moins remarqués.

Un externe aurait rapidement noté les préférences des participants pour l'un ou l'autre, car tout de suite certains se rassemblaient autour de "A" et collaient à ses oreilles, à l'écoute des propos qu'il proclamait à haute voix, afin que vraiment tout le monde puisse l'entendre. D' autres lui tournaient le dos, en secouant la tête au vu son comportement.

Malgré tout l'humeur était bonne, ce qui était dû pour une bonne part au soleil rayonnant qui plongeait la place dans une lumière agréable.

Après avoir reçu de "A" quelques directives, destinées à souligner une fois de plus sa suprématie, le groupe commença son escalade, se réjouissant de fêter Noël ensemble. Et bientôt le calme fit place à un agréable concert de voix. Juste "I" restait en arrière, seul et silencieux, et les suivait à quelque distance.

Toujours est-il qu'après peu de temps ils devinrent de plus en plus silencieux, et les murmures firent place aux soufflements de leur respiration intense, témoignant de l'effort qu'ils devaient fournir au fur et à mesure que le chemin devenait escarpé. C'étaient surtout la grosse "B" et sa famille qui maintenant payaient le prix pour leur obésité.

Vers 15 heures - ils avaient maintenant parcouru environ la moitié du trajet - le soleil disparut dernière la crête des montagnes. La température baissa aussitôt et, malgré leur effort physique, le froid prit peu à peu possesion d'eux. Partiellement on pouvait maintenant entendre des plaintes et des jurons à cause du temps déjà écoulé et d'une randonnée qui semblait ne plus vouloir prendre fin. Certains laissaient même voie libre à leur morosité et avaient trouvé dans "A" une cible appropriée pour leur frustration.

Ce dernier s'efforçait certes de calmer les esprits, mais il devait lui aussi lutter pour tenir le coup.

Le seul à marcher d'un pas alerte, c'était "I". Lui, il avait envie de chanter ou de siffler une mélodie, mais au vu du malaise des autres, il préfèrait de se retenir. Comme bien souvent il ne voulait surtout pas se faire remarquer et attirer la colère des autres sur lui.

Mais, lorsqu'après une autre demi-heure de marche, le ciel se couvrit brusquement et que le temps changea endéans quelques minutes, comme c'était souvent le cas en montagne, la nervosité et la crainte prirent également possession de "I".

Il commença bientôt à neiger et le ciel s'assombrit encore plus, de plus en plus menaçant. Un vent glacial soufflait et les gros flocons de neige harcelaient leurs visages, semblables à des milliers d'aiguilles. Les premiers commencèrent déjà à pleurer à peine quelques minutes écoulées et leur situation devint de plus en plus précaire.

Tous criaient que "A" fasse quelque chose pour les tirer du pétrin, afin qu'ils atteignent le châlet sains et saufs. Mais "A" aussi était devenu très silencieux; bien au contraire, il s'était blotti derrière un rocher qui se trouvait le long du chemin. Il tremblait et sanglotait, tout en fixant un objet que lui seul semblait voir. Lorsque finalement les premières lettres glissèrent et tombèrent, et que la grosse "B" se blessa grièvement, la panique était complète.

Le seul à garder son sang froid dans ce chaos c'était "I". Il prit rapidement les initiatives. Il appella "M" et "N" qui se connectèrent rapidement pour former un brancard. Il demanda à "T" d'y hisser "B" et ordonna à "S" et "Z" de déblayer le chemin avec leurs membres en forme de patin, afin de faciliter le transport.

Les lettres reprirent rapidement courage sous la conduite courageuse de "I", et elles se regroupèrent autour de lui. Même ceux qui jusqu'alors avaient préféré la compagnie de "A" le suivèrent volontairement, comme des mites autour d'une lampe, ne voyaient-ils pas en "I" celui qui leur assurerait l'assurance et la sécurité dont ils avaient besoin en ce moment.

Dès qu'il remarqua que la situation s'était calmée "I" confia la conduite du groupe à "Z" et décida de se mettre tout seul en route vers le châlet pour de procurer de l'aide.

Grâce à son apparence filigrane il n'offrait guère de résistance au vent. Il progressait donc très rapidement et atteint le but sous peu. Le secours fut vite organisé et après à peine une heure, ils se retrouvèrent ainsi tous à l'abri, se réchauffant autour d'un feu ouvert, comme s'il ne s'était rien passé.

Comme s'il ne s'était rien passé?

En fait, si on les regardait tous, tapis autour du feu, les joues roses, à nouveau joyeux et riants, on aurait pu avoir cette impression.

Toutefois il s'était passé quelque chose pour l'un d'entre eux. Pour lui quelque chose avait changé...

Car "I", dont jusqu'à présent personne n'avait tenu compte, était maintenant devenu leur héros, leur sauveteur... Ils vinrent tous pour lui taper sur l'épaule. l'embrasser et lui faire des calins...

Ils fêtèrent ainsi jusqu'au petit matin...

Et la morale de l'histoire?

Ne sous-estime jamais les capacités, ni d'autrui, ni les tiennes. Ne te laisse pas arrêter par des doutes. Accepte le fait que tu sois différent comme une particularité, un don, qui quelque part et à moment donné sera précisément celui dont on aura besoin.

Être différent, ce n'est pas faux, c'est juste ... être différent!

Dans cet esprit je vous souhaite à tous...

Joyeux Noël!



















André Leyens


Mein Tag-Nacht-Buch by Lilli Cremer-Altgeld lillicremeraltgeld@t-online.de

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das große Treffen - eine Weihnachtsgeschichte von André Leyens


Foto: Saskia-Marjanna Schulz

Heute habe in eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte für unser Forum "Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory" gelesen. Da dieses Forum nicht öffentlich ist, bat ich den Autor, André Leyens, diese Geschichte hier veröffentlichen zu dürfen. Er hat ja gesagt. Und so können Sie seine Geschichte jetzt hier lesen:

Wie jedes Jahr fanden sich die Buchstaben des Alphabets zum großen Familientreffen zusammen, um den Heiligen Abend und Weihnachten zu feiern.
Dieses Stelldichein hatte inzwischen Tradition und jeder war natürlich bemüht, sich für dieses große Fest besonders herauszuputzen. Dieses Mal hatte der Präsident auf eine schöne Berghütte geladen.

Der Präsident war "A". "A" hatte sich Anfang des Jahres in dieses Amt wählen lassen. Er fand es nur angemessen, ja geradezu seiner würdig , dass er, als erster Buchstaben in der Aufzählung der Reihe der 26, den Vorsitz hatte.
Viele hatten "Z" auf dem Posten sehen wollen, weil ihrer Meinung nach mal frischer Wind in die angestaubte Hierarchie wehen sollte... und was lag da näher, als dafür den letzten Buchstaben vorzuschlagen. Doch "A" hatte mit seinem Team, den Eigenlauten, einen harten Wahlkampf geführt und sich schließlich durchgesetzt.

Seit seinem Amtsantritt hatte "A" nun arrogant und in jeder seiner Handlungen Anerkennung suchend, das Regiment mit harter Hand geführt, was natürlich nicht zu seiner Beliebtheit beigetragen hatte.

Ganz besonders "I" hatte unter seinen ständigen Beleidigungen und Schmähungen leiden müssen, weshalb "I" nun auch überhaupt keine Lust verspürte, dem Familientreffen beizuwohnen. Ganz im Gegenteil , "I" hätte vieles darum gegeben, besagten Tag sonst wo verbringen zu können.
Es war vor allem "G", mit seiner Geduld und Gutmütigkeit, "V" mit vertrauensvollem und schlussendlich "Z" mit gutem Zureden, zu verdanken, dass "I" nun doch zugesagt hatte.

Doch sein Unbehagen blieb... Denn viele der Anfeindungen von "A" trafen ihn sehr: natürlich war er schmächtig und dürr. Er hatte mangels Muskelmaße kaum Kraft, um irgendwelche schweren Lasten zu tragen, wie zum Beispiel "D" und ganz besonders "F" mit seinen Fangarmen konnten. Besonders schmerzte ihn aber, dass er meistens nicht auffiel, als Strich in der Landschaft der er nun mal war. Da half auch der Punkt nichts, den er manchmal kess über sein Haupt trug... besonders wenn es nicht so förmlich zuging.

Aber "I" hatte es nun mal versprochen, und so machte er sich, nicht ohne von Selbstzweifel geplagt zu sein, auf dem Weg zum Treffpunkt.

Den hatte "A" auf dem Markplatz festgelegt, in der Mitte eines malerischen Dorfes in den Schweizer Alpen. Von hier aus wollten Sie den langen und steilen Anstieg zu der Hütte angehen, wo das diesjährige Treffen stattfinden sollte. Das war auch der Grund dafür gewesen, dass es schon am frühen Nachmittag losgehen sollte.

"I" war nicht der Erste vor Ort. Die dicke "B" hatte sich bereits mit ihrem genau so fülligen Mann "D" eingefunden. Ihre Kinder "O" und "Q", auch eher Rubensstaturen, zanken sich wie gewöhnlich um irgendeine Sache, die sie natürlich unbedingt beide gleichzeitig  haben mussten. Obwohl "O" in ihrer zickigen Art meist keinen Grund brauchen, um mit ihrem Bruder einen Streit vom Zaun zu brechen...

Etwas abseits standen der schüchterne "S" im Gespräch mit "M" und "N", beider für ihre harmonisierenden und verbindenden Fähigkeiten bekannt. Zu ihnen gesellte sich kurzerhand noch "T", der seinem Namen mit seinen breiten, kräftigen Schultern alle Ehre machte.

Nach und nach trudelten sie alle ein; kaum einer von ihnen beachtete "I", der sich still unter dem Baum zurückgezogen hatte, der in der Mitte des Platzes hoch in den Himmel ragte. Im Sommer würde er wahrscheinlich angenehmen Schatten spenden, doch jetzt im Winter stand er nur kahl da, wie ein gespenstiges Gerippe.
Wie nicht anders zu erwarten erschien "A" als letzter, gerade noch pünktlich zur vereinbarten Zeit, sich der Wirkung seines Auftritts gewiss. Er sah aus wie ein Pfau in seinen bunten Winterklamotten, die natürlich dem neuesten Schrei entsprachen. Dicht gefolgt wurde er vom eitlen "E", der ihm in seiner Aufmachung kaum nachstand.

Einem Außenstehendem wären schnell die Präferenzen der einzelnen Teilnehmer aufgefallen, denn sofort versammelten sich einige um "A" und hörten gespannt, ja fast bewundernd seinen lautstarken Ausführungen zu. Andere drehten sich nur verschämt ab.

Dennoch herrschte gute Laune in der Gruppe, nicht zuletzt durch die strahlenden Sonne, die hoch oben vom blauen Himmel schien und den Dorfplatz in warmes Licht tauchte.

Nach einer kurzen Einweisung, in der es sich "A" nicht nehmen lies, seine Vormachtposition herauszustellen, brach die Gruppe in freudiger Erwartung der bevorstehenden Feier, und mit lockerem Geplauder zum langen Aufstieg auf. Lediglich "I" schlenderte in kurzem Abstand, still und alleine, hinter ihnen her.
Nach einer Weile wurde es allerdings immer stiller, und das Gemurmel wich eher angestrengtem Ein- und Ausatmen, als der Weg zur Hütte immer steiler anstieg und von den Teilnehmern immer mehr Kraft und Konzentration forderte. Besonders die dicke "B" und ihre Familie zahlten nun ihren Preis für ihre Leibesfülle.

Gegen 15.00 Uhr - Sie hatten inzwischen ungefähr den halben Weg hinter sich gebracht - verschwand die Sonne hinter den Berggipfeln. Es wurde merklich kühler und die Kälte kroch ihnen trotz der körperlichen Anstrengung langsam in die Glieder. Vereinzelt konnte man nun auch Beschwerden und Verärgerungen vernehmen, ob der langen und scheinbar nicht enden wollenden Wanderung. Manche ließen ihrem Unmut sogar freien Lauf und luden ihren Frust bei "A" ab.
Letzterer gab sich zwar Mühe zu beschwichtigen, hatte aber selbst zu kämpfen.
Nur "I" marschierte beschwingt weiter. Pfeifen oder Gesang, nach dem ihm eigentlich zu Mute war, verkniff er sich allerdings. Wie meistens wollte er nicht aus der Rolle fallen und schon gar nicht den Groll der anderen auf sich ziehen.
Doch als sich nach einer weiteren halben Stunde Fußmarsch der Himmel plötzlich zuzog und das Wetter, wie es in den Bergen häufig passiert, binnen ein paar Minuten umschwenkte, wurde auch "I" zunehmend nervöser.
Bald fing es an zu schneien und der Himmel nahm eine bedrohliche dunkelgraue Farbe an. Ein eisiger Wind blies ihnen die schweren und nassen Flocken ins Gesicht, tausendfacher kleiner und schmerzhafter Nadelstiche gleich. Es verstrichen kaum ein paar Minuten, als bereits die ersten in Tränen ausbrachen und ihre Lage immer prekärer wurde.

Alle schrien nach "A", er möge doch etwas tun, dafür sorgen, dass sie heil und wohlbehalten die Hütte erreichten. Doch von "A" war nichts mehr zu hören; ganz im Gegenteil, er hatte sich selbst zitternd und heulend hinter einem Felsen am Wegesrand gekauert und starrte apathisch vor sich hin. Als dann noch die ersten Buchstaben ausrutschen und hinfielen und die dicke "B" sich schwer verletzte, entglitt die Lage vollends und wich einer allgemeinen Panik.
Lediglich "I" behielt einen kühlen Kopf und ergriff die Initiative. Schnell holte er "M" und "N" herbei, die sich zu einer Trage verbanden, forderte den kräftigen "T" auf, "B" darauf zu heben und gab "S" und "Z" die Order, mit ihren wie Kufen geformten Gliedmaßen, den Weg für einen leichteren Transport freizumachen.
Schnell schöpften die Buchstaden, angesichts der beherzten Führung von "I", neuen Mut und scharrten sich um ihn. Sogar diejenigen, die bisher nur die Gesellschaft von "A" gesucht hatten, wie Motten das Licht, folgten ihm jetzt bereitwilligt, verhieß "I" ihnen doch die Zuversicht und die Sicherheit, nach denen sie sich sehnten.

Als er sah, dass sich die Lage beruhigt hatte, übergab "I" die Führung der Gruppe an "Z" weiter und beschloss, sich alleine auf dem Weg zur Hütte zu machen, um von dort Hilfe anzufordern.

Durch seine drahtige Figur dem Wind kaum Widerstand bietend, kam "I" sehr schnell voran und erreichte alsbald das Ziel. Schnell war Hilfe organisiert und so kam es, dass nach einer guten Stunde sich alle an einem warmen Kaminfeuer wärmen konnte, so als wäre nichts geschehen.
Nichts geschehen?

In der Tat, wenn man sie alle da hocken sah, mit rosigen Bäckchen und jetzt auch wieder fröhlich und lachend, konnte dieser Eindruck entstehen.
Nur für einen war etwas geschehen, hatte sich etwas verändert...

Denn "I", den bisher kaum einer beachtet hatte, war nun zu ihrem Held, ihrem Retter geworden... Alle kamen und klopften ihm auf die Schulter, umarmten und herzten ihn...

Sie feierten ausgelassen bis  in die frühen Morgenstunden...
Und die Moral von der Geschicht´?

Unterschätze niemals die Fähigkeiten anderer und Deine eigenen, lasse Dich nicht von Zweifel aufhalten. Akzeptiere Dein Anderssein als eine Besonderheit, eine Gabe, die irgendwo, irgendwann genau diejenige ist, die gebraucht wird.
ANDERS sein ist eben nicht FALSCH, sondern nur ANDERS!

In diesem Sinne, frohe Weihnachten!




















André Leyens



Mein Tag-Nacht-Buch by Lilli Cremer-Altgeld lillicremeraltgeld@t-online.de

Montag, 19. Dezember 2016